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Vom 14. bis zum 31. Mai finden die Kulturtage der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main statt. Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit den Botschaften der EU Mitgliedstaaten organisiert.
Am 15. Mai findet im Rahmen des deutsch- baltischen Kulturjahres Essentia Baltica 2008 (www.essentia-baltica.de) eine Lesung der lettischen Dramaturgin, Szenaristin und Prosaistin Margarita Perveņecka "Ceron und die Dermatothek" im Hessischen Literaturforum Mousonturm e.V. statt.
Es handelt sich dabei um Szenarium für einen Puppenanimationsfilm des Studios "Makabrita": "Katzen sind so groß wie Menschen und führen ein Leben der Menschen. Ceron ist ein nackter Mann in Größe einer Katze und führt zusammen mit anderen Katzen das Leben einer Katze. In der Welt sind nur Katzen geblieben und alle sind in einer merkwürdigen Arbeit einbezogen- bald auch Ceron."
Am 22. Mai wird eine moderne Tanzaufführung der lettischen Choreografin Olga Žitluhina "Piecērt 735" im Haus der Künstler Mousonturm in Frankfurt am Main gezeigt. "SIE- jeder in seiner eigenen Welt und alle in einer gemeinsamen frauenfesten Welt. Ich will in Ruhe gelassen werden und einmal bloß Fernsehen anschauen. Ich mag Angeln- da gibt es so viele Kleinigkeiten, womit man sich rechnen kann. Ruhe, Stille und keine Fragen. Es ist noch ganz weit bis zu echten Kerlen. Ich will, dass alles klappt, ich will, dass alle sehen, dass ich alles erledigen kann. Ich kontrolliere alles und erreiche jeden Tag ein anderes Niveau. Wenn auch plötzlich nicht, kaufe ich mir die Nr. 735 und dann gibt es für mich sicher keine Verkehrsschilder mehr."
Am 24. Mai findet Tanzaufführung "Vier Männer im Boot" von Rūta Nordmane statt. Diese Aufführung lässt sich nicht mit solchen Begriffen wie "zeitgenössischer Tanz" oder "Bewegungstheater" erklären. Das ist vielmehr eine lebendige Kunst, die in der Phantasie neuer Choreografen entsteht und sich weiterentwickelt. Die Aufführung ist nicht den traditionellen Mustern unterordnet, weil sie von einem Augenblick entstanden ist, der schon vergangen ist. Vielleicht ist es die Sprache der Männer- stark, streng und ein bisschen unordentlich, auch gefühllos- ihre Lippen schweigen, nur die Muskeln sprechen, die ihre starken Körper zusammenhalten. Sie flüstern keine süßen Phrasen, ihre Einstellung wird nur mit Aktivitäten bewiesen, wann der Körper das Wort hat. Und lassen wir den Körper reden, weil er sehr viel zu sagen hat.
Mehr übers Programm der Kulturtage der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main erfahren Sie unter www.ecb.europa.eu/kulturtage
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